Oberlin-Schule Homburg

Die Oberlin-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Trägerschaft des Saarpfalz-Kreises.

Da unsere Schülerschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich stark gewachsen ist, erstreckt sich unsere Schulgemeinschaft seit dem Schuljahr 2026/2027 über zwei Standorte an denen insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler lernen und leben: Am Hauptstandort in Homburg-Erbach werden derzeit 72 Kinder und Jugendliche in neun Klassen unterrichtet, während an unserer neuen Dependance in St. Ingbert 22 Kinder und Jugendliche in drei Klassen lernen – nähere Informationen und Einblicke zu diesem Standort finden Sie oben im Menü unter dem eigenen Reiter „Dependance“.

Das Schulgebäude in Homburg teilen wir uns mit der benachbarten Siebenpfeiffer-Schule (Förderschule Lernen). Beide Schulen arbeiten zwar organisatorisch eigenständig, pflegen jedoch seit einigen Jahren eine besonders enge, lebendige und vertrauensvolle Kooperation, um jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich individuell zu fördern. Wir verstehen uns als ein offenes, durchlässiges System: Die Schulgebäude werden gegenseitig genutzt, gemeinsame Schulfeste stärken das Miteinander und durch gegenseitige Hospitationen können Schülerinnen und Schüler ganz unkompliziert in die jeweils andere Schulform hineinschnuppern. Ein besonderes Herzstück dieser engen Zusammenarbeit sind unsere zwei Kombinationsklassen im Siebenpfeiffer-Gebäude. Hier lernen Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und dem Förderschwerpunkt Lernen gemeinsam in einem inklusiven Rahmen, da sie von ihren Lernvoraussetzungen, Interessen und Entwicklungsständen besonders gut zusammenpassen und voneinander profitieren. Zudem nutzen wir die Turnhalle sowie den Informatikraum gemeinschaftlich; die beiden direkt aneinander angrenzenden, weitläufigen Schulhöfe werden im Alltag eigenständig genutzt und bieten nach Absprache Raum für gemeinsame Begegnungen.

Der Unterricht an unserer Schule ist ganzheitlich ausgerichtet und erfolgt überwiegend in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen, die in Unter-, Mittel-, Ober- und Werkstufe gegliedert sind. Die Schulzeit beginnt mit der Einschulung und begleitet die Jugendlichen bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus, um ihnen eine bestmögliche Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben und die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Als Ganztagsschule begleiten wir die Kinder und Jugendlichen verlässlich durch den Tag: Der Unterricht findet montags, dienstags und mittwochs von 7:45 bis 14:20 Uhr statt, donnerstags bis 13:35 Uhr und freitags bis 14:10 Uhr – inklusive eines gemeinsamen warmen Mittagessens.

Ein zentraler Grundpfeiler unseres pädagogischen Selbstverständnisses ist die ausgeprägte Individualisierung: Wir arbeiten auf der Grundlage eines Lehrplans, dieser lässt jedoch bewusst weite Spielräume für passgenaue Lernwege. Für jedes einzelne Kind erstellen wir zu Beginn eines jeden Schuljahres einen individuellen Förderplan. Darin werden die aktuellen Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen detailliert festgehalten und konkrete Entwicklungsziele für das kommende Schuljahr formuliert. Die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartner ist uns hierbei besonders wichtig – der Förderplan wird stets gemeinsam besprochen, abgestimmt und kontinuierlich fortgeschrieben. Diese gelebte Individualität spiegelt sich im gesamten Schulalltag wider: Sie reicht von maßgeschneiderten Lernmaterialien, individuellen Unterstützungsformen (wie Unterstützter Kommunikation oder visuellen Tagesplänen) und flexibel gestalteten Ruhe- und Bewegungspausen bis hin zu individuell angepassten täglichen Schulbesuchszeiten, wenn es die Belastbarkeit oder die Lebenssituation eines Kindes erfordert.

In den Klassen arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Förderschullehrkräften, pädagogischen Fachkräften, Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern sowie Integrationshelferinnen und -helfern Hand in Hand. Da die Bedürfnisse unserer Schülerschaft sehr vielfältig sind, umfasst unsere pädagogische Arbeit die ganzheitliche Förderung in den verschiedensten Entwicklungsbereichen – von der kognitiven und sprachlichen über die sozial-emotionale bis hin zur motorischen Entwicklung.

Ergänzend zum Unterricht sind Angebote für Physio-, Ergo- und Logopädie sowie der Autismus-Ambulanz direkt in den Schulalltag eingebunden. Unterstützt wird dieses Arbeiten durch eine vielseitige räumliche Ausstattung mit Differenzierungs-, Bewegungs- und Therapieräumen, einem Snoezelraum, einer Lehrküche, Fachräumen für Werken und Kunst, barrierefreien Pflegebädern sowie einem großen, grünen Außengelände, das viel Raum für Bewegung und Entfaltung bietet.

Oberlin-Schule Homburg

Die Oberlin-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Trägerschaft des Saarpfalz-Kreises.

Da unsere Schülerschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich stark gewachsen ist, erstreckt sich unsere Schulgemeinschaft seit dem Schuljahr 2026/2027 über zwei Standorte an denen insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler lernen und leben: Am Hauptstandort in Homburg-Erbach werden derzeit 72 Kinder und Jugendliche in neun Klassen unterrichtet, während an unserer neuen Dependance in St. Ingbert 22 Kinder und Jugendliche in drei Klassen lernen – nähere Informationen und Einblicke zu diesem Standort finden Sie oben im Menü unter dem eigenen Reiter „Dependance“.

Das Schulgebäude in Homburg teilen wir uns mit der benachbarten Siebenpfeiffer-Schule (Förderschule Lernen). Beide Schulen arbeiten zwar organisatorisch eigenständig, pflegen jedoch seit einigen Jahren eine besonders enge, lebendige und vertrauensvolle Kooperation, um jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich individuell zu fördern. Wir verstehen uns als ein offenes, durchlässiges System: Die Schulgebäude werden gegenseitig genutzt, gemeinsame Schulfeste stärken das Miteinander und durch gegenseitige Hospitationen können Schülerinnen und Schüler ganz unkompliziert in die jeweils andere Schulform hineinschnuppern. Ein besonderes Herzstück dieser engen Zusammenarbeit sind unsere zwei Kombinationsklassen im Siebenpfeiffer-Gebäude. Hier lernen Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und dem Förderschwerpunkt Lernen gemeinsam in einem inklusiven Rahmen, da sie von ihren Lernvoraussetzungen, Interessen und Entwicklungsständen besonders gut zusammenpassen und voneinander profitieren. Zudem nutzen wir die Turnhalle sowie den Informatikraum gemeinschaftlich; die beiden direkt aneinander angrenzenden, weitläufigen Schulhöfe werden im Alltag eigenständig genutzt und bieten nach Absprache Raum für gemeinsame Begegnungen.

Der Unterricht an unserer Schule ist ganzheitlich ausgerichtet und erfolgt überwiegend in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen, die in Unter-, Mittel-, Ober- und Werkstufe gegliedert sind. Die Schulzeit beginnt mit der Einschulung und begleitet die Jugendlichen bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus, um ihnen eine bestmögliche Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben und die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Als Ganztagsschule begleiten wir die Kinder und Jugendlichen verlässlich durch den Tag: Der Unterricht findet montags, dienstags und mittwochs von 7:45 bis 14:20 Uhr statt, donnerstags bis 13:35 Uhr und freitags bis 14:10 Uhr – inklusive eines gemeinsamen warmen Mittagessens.

Ein zentraler Grundpfeiler unseres pädagogischen Selbstverständnisses ist die ausgeprägte Individualisierung: Wir arbeiten auf der Grundlage eines Lehrplans, dieser lässt jedoch bewusst weite Spielräume für passgenaue Lernwege. Für jedes einzelne Kind erstellen wir zu Beginn eines jeden Schuljahres einen individuellen Förderplan. Darin werden die aktuellen Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen detailliert festgehalten und konkrete Entwicklungsziele für das kommende Schuljahr formuliert. Die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartner ist uns hierbei besonders wichtig – der Förderplan wird stets gemeinsam besprochen, abgestimmt und kontinuierlich fortgeschrieben. Diese gelebte Individualität spiegelt sich im gesamten Schulalltag wider: Sie reicht von maßgeschneiderten Lernmaterialien, individuellen Unterstützungsformen (wie Unterstützter Kommunikation oder visuellen Tagesplänen) und flexibel gestalteten Ruhe- und Bewegungspausen bis hin zu individuell angepassten täglichen Schulbesuchszeiten, wenn es die Belastbarkeit oder die Lebenssituation eines Kindes erfordert.

In den Klassen arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Förderschullehrkräften, pädagogischen Fachkräften, Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern sowie Integrationshelferinnen und -helfern Hand in Hand. Da die Bedürfnisse unserer Schülerschaft sehr vielfältig sind, umfasst unsere pädagogische Arbeit die ganzheitliche Förderung in den verschiedensten Entwicklungsbereichen – von der kognitiven und sprachlichen über die sozial-emotionale bis hin zur motorischen Entwicklung.

Ergänzend zum Unterricht sind Angebote für Physio-, Ergo- und Logopädie sowie der Autismus-Ambulanz direkt in den Schulalltag eingebunden. Unterstützt wird dieses Arbeiten durch eine vielseitige räumliche Ausstattung mit Differenzierungs-, Bewegungs- und Therapieräumen, einem Snoezelraum, einer Lehrküche, Fachräumen für Werken und Kunst, barrierefreien Pflegebädern sowie einem großen, grünen Außengelände, das viel Raum für Bewegung und Entfaltung bietet.

Johann Friedrich Oberlin (1750-1830): Der Namensgeber unserer Schule

Es war eine Zeit des Umbruchs, in der die Aufgabe zur Unterrichtung zunehmend von der Kirche auf den Staat überging.

Oberlin war also nicht nur Landpfarrer, sondern er studierte neben Theologie auch Sozialtheorie und Philosophie und Technik. Er galt als pädagogischer Reformer, da er die Lehren der großen Denker in praktisch anwendbare Maßnahmen umsetzte, um konkret die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Sein Wirken bezog sich insbesondere auf das Steintal in der Nähe von Colmar. Er lebte in dem abgelegenen Ort Waldersbach. Das Steintal war geprägt von harter Arbeit einer ärmlichen, ländlichen Bevölkerung, die bisher mit formaler Bildung wenig Berührung hatte. Oberlin gründete alsbald eine Kleindkinderschule (3.-7. Lebensjahr), da er bestürzt über die Verwahrlosung der Kinder war. Es war ihm wichtig, ein Regelwerk zu etablieren und die Kinder an Sitte und Moral heranzuführen.

Sie herauszunehmen aus ihren dunklen Zimmern, in denen sie oft alleine waren, wie es heißt, und ihnen Nützliches beizubringen. Dazu gehörte das Stricken, Flachs kämmen und allgemein etwas über die Natur vermitteln, in der sie lebten. Es ließ nicht lange auf sich warten, bis er auch den Bau einer Dorfschule, gegen die Widerstände der Bevölkerung, durchsetzte. Damals war es nur in den Wintermonaten möglich, zur Schule zu gehen, da die Kinder ab dem 7. Lebensjahr auf den Feldern helfen mussten.

Dem Verfall von Sitten wirkte Oberlin äußerst modern entgegen, indem er eine Schülerselbstverwaltung als pädagogisches Konzept aufnahm. Es gab so etwas wie einen Rat der Schüler, in dem Konflikte besprochen und geregelt wurden. Die Klassenstufen 1-4 waren jahrgangsübergreifend und beinhalteten den Stoff mehrerer Klassen von heute. Dies ähnelt dem Stufenkonzept der heutigen Förderschulen (Unterstufe Mittelstufe, Oberstufe und Werkstufe).

Oberlin war nicht als Theoretiker bekannt, sah er ein Problem, versuchte er es direkt auf praktischem Weg zu lösen. Seine pädagogischen Ansätze sind bemerkenswert bekannt und für uns aktuell:

Er bevorzugte den Anschauungsunterricht, der sich vom einfachen Begreifbaren hin zum Komplexen aufbaute.

Hinzu kommt, dass Oberlin Schüler und Lehrer als gemeinsame Mitarbeiter am Lernprozess ansah. Damit machte er deutlich, dass das Gelingen oder Scheitern schulischen Lernens nicht nur den Schülern aufgebürdet werden durfte.

Am bedeutendsten ist aber die Liebe Oberlins zu den Kindern, für die er verantwortlich war. Mit größtem Eifer setze er sich für sie ein und kämpfte darum, den Kindern Rechte auf Bildung und körperliche Unversehrtheit zukommen zu lassen. Eine damals revolutionäre Haltung. Sie sollten in die Lage versetzt werden, im Steintal möglichst selbstständig zu leben und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Vieles von dem wird man auch in unserem pädagogischen Konzept wieder finden, was Oberlin für uns nicht nur zum bloßen Namensgeber macht.

Johann Friedrich Oberlin (1750-1830)

Johann Friedrich Oberlin (1750-1830): Der Namensgeber unserer Schule

Es war eine Zeit des Umbruchs, in der die Aufgabe zur Unterrichtung zunehmend von der Kirche auf den Staat überging.

Oberlin war also nicht nur Landpfarrer, sondern er studierte neben Theologie auch Sozialtheorie und Philosophie und Technik. Er galt als pädagogischer Reformer, da er die Lehren der großen Denker in praktisch anwendbare Maßnahmen umsetzte, um konkret die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Sein Wirken bezog sich insbesondere auf das Steintal in der Nähe von Colmar. Er lebte in dem abgelegenen Ort Waldersbach. Das Steintal war geprägt von harter Arbeit einer ärmlichen, ländlichen Bevölkerung, die bisher mit formaler Bildung wenig Berührung hatte. Oberlin gründete alsbald eine Kleindkinderschule (3.-7. Lebensjahr), da er bestürzt über die Verwahrlosung der Kinder war. Es war ihm wichtig, ein Regelwerk zu etablieren und die Kinder an Sitte und Moral heranzuführen.

Sie herauszunehmen aus ihren dunklen Zimmern, in denen sie oft alleine waren, wie es heißt, und ihnen Nützliches beizubringen. Dazu gehörte das Stricken, Flachs kämmen und allgemein etwas über die Natur vermitteln, in der sie lebten. Es ließ nicht lange auf sich warten, bis er auch den Bau einer Dorfschule, gegen die Widerstände der Bevölkerung, durchsetzte. Damals war es nur in den Wintermonaten möglich, zur Schule zu gehen, da die Kinder ab dem 7. Lebensjahr auf den Feldern helfen mussten.

Dem Verfall von Sitten wirkte Oberlin äußerst modern entgegen, indem er eine Schülerselbstverwaltung als pädagogisches Konzept aufnahm. Es gab so etwas wie einen Rat der Schüler, in dem Konflikte besprochen und geregelt wurden. Die Klassenstufen 1-4 waren jahrgangsübergreifend und beinhalteten den Stoff mehrerer Klassen von heute. Dies ähnelt dem Stufenkonzept der heutigen Förderschulen (Unterstufe Mittelstufe, Oberstufe und Werkstufe).

Oberlin war nicht als Theoretiker bekannt, sah er ein Problem, versuchte er es direkt auf praktischem Weg zu lösen. Seine pädagogischen Ansätze sind bemerkenswert bekannt und für uns aktuell:

Er bevorzugte den Anschauungsunterricht, der sich vom einfachen Begreifbaren hin zum Komplexen aufbaute.

Hinzu kommt, dass Oberlin Schüler und Lehrer als gemeinsame Mitarbeiter am Lernprozess ansah. Damit machte er deutlich, dass das Gelingen oder Scheitern schulischen Lernens nicht nur den Schülern aufgebürdet werden durfte.

Am bedeutendsten ist aber die Liebe Oberlins zu den Kindern, für die er verantwortlich war. Mit größtem Eifer setze er sich für sie ein und kämpfte darum, den Kindern Rechte auf Bildung und körperliche Unversehrtheit zukommen zu lassen. Eine damals revolutionäre Haltung. Sie sollten in die Lage versetzt werden, im Steintal möglichst selbstständig zu leben und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Vieles von dem wird man auch in unserem pädagogischen Konzept wieder finden, was Oberlin für uns nicht nur zum bloßen Namensgeber macht.

Johann Friedrich Oberlin (1750-1830)